Sanddünen, Oasen und Salzseen

Liebe Reisefans zuhause,

wir fahren weiter durch das schöne Tunesien und freuen uns, dass ihr wieder mit dabei seid! In diesem Bericht nehmen wir euch mit von Sbeitla in Richtung Süden. Wir besuchen Douz, die Heimatstadt unseres Local Guides Youssef, der uns mit Freuden durch seine Heimat führt. Von dort aus geht es für uns ab in die Wüste: wir übernachten in einem Zeltcamp in der Sahara und fahren mit Quads durch die Wüste.

Unser Stellplatz befindet sich in einer von außen unscheinbarer Oase. Zwar stehen wir eng, aber die Gruppe versteht sich gut. Bereits am späten Nachmittag haben wir zusammengesessen und auf das für uns vorbereitete Essen gewartet. Der Ramadan ist vorbei, und das merkt man auch. Die Stadt ist voll, und die Menschen sind fröhlich. Sie sitzen in den Cafés und unterhalten sich über Gott und die Welt. Die Fahrt zum Stellplatz schien fröhlicher, weil das Land wieder an Lebensenergie getankt hat. Auf dem Weg sind einige durch Gafsa gefahren, wo es in der Stadtmitte ein Fest mit Pferdereiten, Zuckerwatte und Street Food gab.

 

Der heutige Weg führt uns 70 km durch einen Salzsee, weit und breit ist nichts zu sehen. Interessant ist, dass man denkt, hinter dem Horizont müsste Wasser sein, denn es spiegelt sich so echt blau, dass man glaubt, gleich am Wasser anzukommen. Auf der aufgeschütteten Straße durch den Salzsee sind zwischendurch Marktstände und Teestuben aufgebaut. Dort kann man auf den komplett geraden Horizont schauen und seinen Tee genießen. Nach dem Salzsee sind wir schon fast in Douz. Douz ist die Heimat von Youssef, und er ist überglücklich, seine Familie wiederzutreffen und uns in seiner Heimat begrüßen zu dürfen. Heute Nacht stehen wir bei einer Schweizerin, die einen Campingplatz namens „Cinderella“ in Douz betreibt.

Heute ist Youssef ganz außer sich. Er darf uns seine Heimatstadt präsentieren. Voller Begeisterung zeigt er uns, wo wir uns Turbane kaufen können, für die anstehenden Tage in der Sahara. Beste Qualität und beste Preise wurden uns versprochen und wir wurden nicht enttäuscht. Es ging danach zum Gemüsemarkt und zum Fleischmarkt. Danach hatten wir viel Zeit, um nach eigener Vorliebe die Stadt zu erkunden. Abends gab es im Camp Cinderella ein gemütliches Lagerfeuer. Eine Mitreisende hatte eine Guitalele dabei und es wurden natürlich ein paar alte Klassiker angestimmt.

Douz ist das Tor zur Sahara. Wer über Tunesien in die Sahara möchte, kommt an Douz nicht vorbei. Douz hat ein Sahara-Museum, das wir heute früh besuchen. In dem Museum gibt es viele Informationen über Tiere und Pflanzen und wie man in der Wüste früher überlebt hat. Nach dem Museum geht es weiter in den Süden zu einer Oase. Diese Oase begann einst mit zwei Palmen, die wild wuchsen. Jemand dachte sich, wo zwei Palmen wachsen, wachsen bestimmt auch mehr. Mittlerweile pumpt man das Wasser künstlich aus der Tiefe hoch und ein riesiges Stromaggregat versorgt die Oase mit dem nötigen Strom. Abends haben wir ein römisches Kastell aus dem 2. Jahrhundert mit gebuchten Quads besucht. Der Quadführer hatte noch nie so eine lustige Truppe wie uns erlebt.

Den heutigen Tag beginnt unsere Truppe mit einem Ritt auf Dromedaren in die Sahara. Die Tiere waren nicht schnell, wir haben den Ritt als gemütlich empfunden. Sobald das Camp hinter den Sandhügeln verschwunden war, konnten wir absteigen und viele Fotos machen. Ein paar Stunden später wurden wir abgeholt und man brachte uns in ein Sahara-Zeltcamp.

In dem Zeltcamp konnte man einen spektakulären Sonnenuntergang genießen. Auf traditionelle Art wurde Brot im Sand gebacken und wir durften es auch probieren. Nach dem gemeinsamen Essen von leckerem Dromedarfleisch ging es ins Bett.

Wir mussten früh das Beduinendorf verlassen, um an der Führung in Chenini teilzunehmen. Hoch auf dem Berg ragt eine schneeweiße Moschee in den Himmel. Ein schöner Anblick. Auf dem Weg dorthin ist ein Auto in einer Sanddüne stecken geblieben. 

André und Anton haben für die restlichen Fahrzeuge eine Spur gegraben, um mehr Grip zu haben, wenn man die Düne passiert. Nach einem gemeinsamen Essen in Chenini ging es in der Nähe von Tataouine zu einem Hotel mit einem schönen Pool.

Heute ist bei uns Ruhetag angesagt. An so einer Poolanlage und bei praller Sonne möchte man sich nicht viel bewegen müssen. Abends gibt es ein Buffet mit großer Auswahl an einheimischem Essen. Hier in der Umgebung gibt es viele Berberschlösser, die man besichtigen kann. Youssef hat auf Anfrage Taxis organisiert, und wir sind zusammen zum Ksar Douiret gefahren, um auch dieses Berberdorf zu besuchen und dort den Sonnenuntergang zu genießen.

Auf unserer Reise  haben wir bereits viele verschiedene Landschaften und Kulturen kennengelernt und wir sind gespannt darauf, was uns als nächstes erwartet.

Bis bald, euer Abenteuer-Touren Team

Youssef, Anton und André