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Türkische Gastfreundschaft

Liebe Mit-Abenteurer!

Wir dürfen nunmehr seit einiger Zeit in diesem tollen Land reisen. Neben der fantastischen Landschaft an der Küste des Schwarzen Meeres beeindruckt uns die Gastfreundschaft der Türken am meisten. Wir werden überall herzlich willkommen geheißen und auf den Campingplätzen mit Tee, Obst, Süßigkeiten und tatsächlich frisch gelegten, noch warmen Eier begrüßt. Manchmal kommt sogar die Presse vorbei und wenn die Äste für unsere Fahrzeuge mal zu niedrig sind, werden sie kurzerhand abgesägt. Die türkische Gastfreundschaft kennt keine Grenzen.

In Cayteper stehen wir paradiesisch unmittelbar am Schwarzen Meer. Wir besichtigen die atemberaubende Gegend, relaxen und betätigen uns körperlich beim Zumba am Strand.

Das Sumela-Kloster ist ein ehemaliges griechisch-orthodoxes Kloster aus byzantinischer Zeit. Das Kloster ist in die Felswand des Berges Melas gebaut und ist für die Christen ein wichtiger Wallfahrtsort. Als wichtigster Teil des Klosters gilt die Felsenkirche, deren Wasserversorgung über ein Aquädukt funktioniert, das ebenfalls in die Felswand gebaut ist. Schon beeindruckend, was Menschen so erschaffen können!

Trabzon dient als Tor zum Kloster Sumela. Auch hier gibt es eine ‚Hagia Sophia‘, ebenfalls eine ehemals byzantinische Kirche, jedoch nicht zu verwechseln mit der Hagia Sophia in Istanbul. In der Klosterkirche besichtigen wir eindrucksvolle, restaurierte Fresken.

Eigentlich wollten wir in Hope nur aufgrund der Nähe zur georgischen Grenze übernachten. Der Stellplatz entpuppte sich dann aber als eine kleine Idylle mit tollem Sonnenuntergang.

Die Grenze passieren wir und schon sind wir im nächsten Land eingereist: Georgien. Unser erster Halt hier heißt Batumi, auch als das Dubai des Kaukasus bekannt. Nach dem Machtwechsel in Adscharien im Jahr 2004 hat die Stadt internationale Investoren angezogen, zahlreiche Hotelkomplexe wurden errichtet und die Strandpromenade wurde renoviert und ausgebaut. Wir machen uns direkt ein Bild von der Stadt.

Abends hat unsere entzückende georgische Reiseleiterin Natia für ein gemeinsames Abendessen typische georgische Gerichte und sogar einige spezifisch regionale Speisen ausgewählt. Wir dürfen hier die kaukasische Küche genießen!

Nicht nur gilt die Stadt am Schwarzen Meer als Dubai des Kaukasus, nein, es wird uns auch als das kaukasische Las Vegas vorgestellt. Einige von uns tauchen daraufhin noch in das Nachtleben Batumis ein!

Andere Länder, andere Prozedere. Die 50 Kilo Wäsche kommen unsortiert zurück und wir veranstalten kurzerhand eine Wühltischaktion. Am Schluss haben wir auch diese Aufgabe gemeistert, und alle haben die Wäsche zurückerhalten, die sie abgegeben hatten.

Unser nächster Stopp heißt Kutaissi, die drittgrößte Stadt Georgiens. Sie liegt in einer Tiefebene sehr idyllisch am Ufer des Rioni, dem ebenfalls drittlängsten Fluss Georgiens. Unweit der Stadt besichtigen wir die Klosteranlage Gelati, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und eine tolle Möglichkeit bietet die Georgische Kunst näher kennenzulernen.

Wir lernen wirklich viel in diesem historischen Land! Von einer Kulturstätte fahren wir zur nächsten, und diesmal geht es ins Museum – genauer gesagt ins Stalin Museum. Warum, fragt ihr euch? Der Diktator wurde 1878 in Georgien geboren. Ein guter Grund, sich mit seinem Leben und Werdegang im Museum auseinanderzusetzen.

Historisch geht es für uns weiter, auch die Felsenstadt Uplisziche darf auf unserer Liste nicht fehlen. Hier erwartet uns ein weiteres wahres architektonisches Spektakel! Uplisziche ist eine alte, in den Felsen gehauene Stadt. Sie zeichnet sich vor allem durch die Kombination verschiedener Stile der Felsenkultur aus Anatolien und dem Iran aus. Wir lernen, dass besonders diese Koexistenz von heidnischer und christlicher Architektur die Einzigartigkeit dieses Ortes ausmacht.

Mit dem Kopf voller neuer Erfahrungen verabschieden wir uns vorerst aus Uplisziche, in der Hoffnung euch auch ein paar neue Eindrücke mitgegeben zu haben. Auch nächste Woche werden wir uns erstmal einmal wieder aus dem Dorf Uplisziche melden, hier durften wir nämlich auf dem Hof eines georgischen Weinbauern übernachten – wir hoffen ihr seid gespannt auf unsere neuen Infos über das Leben der georgischen Landbevölkerung, die wir nächste Woche mit euch teilen werden!

Euer Abenteuerosten-Team Dima, Natia, Tsyren und Ines