Schöne Begegnungen

Liebe Mitreisende!

Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Wie ihr wisst, freuen wir uns immer, wenn wir abseits des konventionellen Tourismus Einblicke in die Lebensweisen der Bevölkerung bekommen dürfen. Ihr wisst bereits, dass wir letzte Woche die Gelegenheit hatten, bei einem einfachen Weinbauern auf dem Hof zu stehen. Natürlich waren wir auch für die Nachbarn interessant und wir wurden eingeladen, uns auch dort umzusehen – wobei wir einiges entdeckt haben!

Wir stehen mitten in Traktoren und Mähdreschern. Auf dem Nachbargelände entdecken wir zu unserer Überraschung ein kleines Juwel: In einer Art ‚Showroom‘ erfahren wir von unserer georgischen Reiseleiterin Natia viel über die hiesige Weinherstellung. Im Anschluss an den Theorieteil widmen wir uns der Praxis und dürfen wir den Wein unseres Gastgebers verköstigen.

Das kulinarische Wohl darf natürlich nicht zu kurz kommen. In dem nach langer Suche endlich gefundenen Kessel braten Dima und Tsyren Fleisch an, das wir an der langen Tafel im Hof verspeisen.

Weiter geht es für uns zur nächsten architektonischen Faszination! In Mzchezta befindet sich die mittelalterliche Swetizchoweli-Kathedrale. Der Legende nach half ein Engel, die Säulen der ältesten am Ort gebauten Kirche zu setzen. Inspiriert von diesem Anblick entscheiden wir uns spontan, auch noch das Dschwari-Kloster zu besichtigen.

Weiter geht es auch mit unserer kulinarischen Reise. Während unsere Gruppe die Kloster besichtigt, besorgen Dima und Ines „Chinkali“, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen. Die georgische Spezialität stammt ursprünglich aus dem Hochgebirge. Nach der Verkostung machen wir uns mit einer leckeren Stärkung im Magen auf den Weg nach Tiflis.

In der Hauptstadt angekommen, lernen wir wirklich viel zur bewegten georgischen Vergangenheit. Die Hauptstadt Georgiens blickt auf eine lange, komplizierte Geschichte zurück und befand sich zeitweise sogar in persischer und russischer Herrschaft, was sich auch in der Architektur vor Ort wiederfinden lässt.

Die Metechi-Kirche ist eine von König Dimitri II. im 13. Jahrhundert erbaute georgisch-orthodoxe Kirche. Sie wurde 1235 von mongolischen Invasoren zerstört und 1289 wieder aufgebaut. Auch die Sioni-Kathedrale besichtigen wir. Sie gilt als eine der heiligsten Stätten der georgischen Orthodoxie und beeindruckt uns ungemein.

Nachdem wir ja bereits einen selbstgemachten georgischen Wein probieren durften, erfahren wir bei einer weiteren Weinverkostung viel über die professionelle Herstellung und dürfen natürlich auch hier den Wein verkosten. Es scheint geschmeckt zu haben!

In Armenien fühlen sich die meisten Teilnehmenden gleich wie zu Hause – hier sieht es aus wie in der Schweiz. Kein Wunder, dass das Gebiet auch genauso genannt wird – die „armenische Schweiz“.

Das Kloster Hagpath wurde im 10. Jahrhundert gegründet und entstand unter der Bagratidendynastie. Diran, unser armenischer Guide, überrascht uns hier mit einer tollen Gesangseinlage bei bester Akustik!

Zum Glück kommt nach Regen Sonnenschein und so können wir von einem weiteren Kloster, dem Sewankloster, den schönen Blick auf den Sewansee genießen.

Wir vermeiden die Hauptstraßen und fahren gerne ‚über die Dörfer‘. Auf den Wegen halten wir oft an und kaufen Lebensmittel ein oder kommen auf andere Weise mit der Bevölkerung in Kontakt. So haben wir bereits wundervolle Begegnungen erleben dürfen.

Der Tag wird perfekt mit einem Opernbesuch abgerundet. Wir dürfen in einer stilvollen Umgebung „La Traviata“ auf höchstem Niveau erleben. Das war purer Genuss!

Unser nächstes Ziel heißt Eriwan, traditionell auch Jerewan genannt, und ist die Hauptstadt Armeniens. Sie zeichnet sich nicht nur durch Monumentalbauten aus der Sowjetunion aus: Eriwan zählt zu einer der ältesten Städte der Welt. Wir besichtigen diese geschichtsträchtige Stadt voller Staunen!

Ein paar Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegt der griechisch-römische Tempelkomplex Garni. Wir besichtigen auch das Kloster Geghard – beides sind beeindruckende Kulturstätten im Tal des Azat-Flusses oberhalb der „Basaltschlucht von Awan“ in der Provinz Kotajk, Armenien.

Diese Ein- und Ausblicke wirken, wie immer, auf den Fotos natürlich nur halb so atemberaubend, wie sie in Wirklichkeit sind. Mit ihnen verabschieden wir uns nun vorerst aus Eriwan, melden uns aber nächste Woche weiterhin aus der Hauptstadt zurück.

Unserer Zeit im Kaukasus nähert sich leider bald schon dem Ende – Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen. Im nächsten Bericht werden wir uns den Unterschieden der kaukasischen Länder widmen und hoffen euch dadurch ein paar nähere Einblicke liefern zu können!

Euer Abenteuerosten-Team Dima, Diran, Tsyren und Ines