Auf nach Istanbul und in Türkische Weiten

Liebe Reisefreundinnen und Reisefreunde,

unsere Allrad Mittelasien Tour ist gestartet und wir freuen uns darauf, euch auf unseren Abenteuern mitzunehmen.

Unsere Tour hätte in Alexandroupolis nicht besser starten können. Nach Ouzo, Oliven, Feta und Sardinen beim ersten Kennenlernen geht es für am Abend in ein Strandlokal 100 Meter von unserem Campingplatz entfernt. Dort werden wir mit diversen griechischen Vorspeisen, Fisch- und Fleischplatten sowie leckerem Griechischen Wein begrüßt. Uns ist sehr schnell klar, wir sind eine großartige Truppe.

Der Start am nächsten Morgen ist früh, für uns heißt es Abschied nehmen aus Griechenland und rein in das erste richtige Abenteuer: Die Türkei. Der Grenzübertritt läuft schon fast zu gut, wir stehen nach 45 Minuten alle zusammen in der Türkei und werden uns sicher sehnsüchtig an diese entspannte Grenze zurückerinnern. Direkt auf der anderen Seite wartet Günay auf uns, er ist auch ganz verdutzt, dass wir so früh schon da sind. Günay wird uns in den nächsten zwei Wochen sein wunderschönes Land zeigen.

Wir fahren, ausgestattet mit SIM-Karten, ein paar türkischen Lira und der Vignette los zum ersten Stellplatz, hinter Tekirdağ am Marmarameer. Dort stehen wir auf einem rustikalen kleinen Campingplatz, mit einer kleinen, wie die türken sagen „Cafeteria“. Hier gibt es wunderbares türkisches Essen und Zugang zu einem kleinen Strandabschnitt. Es ist sehr heiß und wir lassen den Abend mit einem Evis Bier ausklingen und freuen uns sehr, in der Türkei zu sein. 

Für uns geht es am nächsten Morgen bei Sonnenschein weiter nach Istanbul. Wir stehen auf der Asiatischen Seite auf einem großen Parkplatz, um uns herum das wunderbare Gewusel der Metropole. Hier steht unser erster gemeinsamer Tagesausflug steht an. Wir fahren mit der Metro in die Innenstadt, laufen durch den Gewürzmarkt zum Bootsanleger und steigen direkt auf unser Privatboot.

Dekadent schippern wir 1,5 Stunden über den Bosporus und lassen uns von Günay Geschichten erzählen, dabei gibt es Kaffee und kalte Getränke – Istanbul ist einfach traumhaft!

An Land gehen wir beim Dolmabahçe Palast. Die Schönheit des Gebäudes haut uns wahrlich um! Der Palast diente von 1856 bis 1922 als Residenz von sechs Sultanen des Osmanischen Reichs. Von Günay werden wir durch die Räumlichkeiten, den Harem und die Hamams geführt, dabei erklärt er uns wie das Leben in dem Palast damals so abgelaufen ist.  

Wir steigen in die Straßenbahn und fahren von der Neustadt zurück in die Altstadt bis zur berühmten Hagia Sophia Moschee. Hier gewöhnen sich die Frauen unter uns schon einmal ans Kopftuch Tragen, denn nur bedeckt können wir die wunderschöne Moschee besichtigen.

Gestaunt haben wir an diesem Tag schon viel, und kommen dennoch nicht aus dem Staunen heraus. Günay begleitet uns bis zum Bazaar, von wo aus wir beginnen Istanbul auf eigene Faust zu erkunden. Wir sind überwältigt von dem Durcheinander und der unglaublichen Größe und den verwinkelten Gassen dieses Bazaars!

Nach den vielen und bunten Eindrücken in der Stadt fahren wir gemeinsam mit der Metro zurück zu unseren eigenen Sommerresidenzen auf Rädern.

Nach diesem kulturellen Einstieg wollen wir nun aber dorthin, wofür wir losgefahren sind: in die Natur, denn dafür sind wir schließlich hier. Wir fahren gen Osten, weg von den Menschmassen und rein in die menschenleere Natur. Die Route führt uns über kleine Bergstraßen und einen wunderbaren Markt, auf dem wir uns mit Oliven, Brot und leckerem Gemüse eindecken.

Wir übernachten im Güzeldere Falls Nature Park. Der wunderschöne Wasserfall befindet sich mit seinem Plätschern nur ein paar Steintreppen von unserem Stellplatz entfernt.

Gegessen wird an diesem Tagan Picknickbänken inmitten der hohen Berge.

Endlich kommen die ersten Gravel Roads! Über Bergstraßen mit einer unvergesslichen Sicht fahren wir zu unserem Stellplatz am Aladağ Göleti See.

Angekommen am See finden wir sie endlich – die Ruhe und Weite der Natur!

..und wir erinnern uns, dass es auch hier laut werden kann – ein Gewitter zieht auf. Aber wir sind ja nicht aus Zucker! Unsere Gruppe ist klasse und die Laune hält sich, Regen hin oder her.

Direkt am Seeufer veranstalten wir trotz des Wetters also unseren ersten Grillabend. Gerds Team hat sich um den Grill, Fleisch und Brot gekümmert, alle anderen steuern Salate und Nachspeisen bei. So genießen wir ein richtiges Festessen.

Unser ‚Durchhalten‘ wird belohnt, denn abends kommt erneut die Sonne raus. Wir sitzen gemeinsam mitten in der Türkei und schauen uns den Sonnenuntergang über dem Wasser an. Das Leben könnte schlimmer sein!

Am nächsten Tag fahren wir in Richtung Norden und stehen bei Amasra am Schwarzen Meer. Die erste Nacht verbringen wir auf einem kleinen Campingplatz mit einem wunderbaren Blick auf eine Bucht.

So viel erstmal von uns, unserer ersten Woche in diesem wunderbaren Abenteuer.

Was wir für einen traumhaften Blick an unserem nächsten Stellplatz genießen, erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Bis dahin, euer Team vor Ort

Günay, Gerd, Mirka, Gerhard und Nelly